Blackout- und Zivilschutzexperte Dietmar Heuritsch sprach im Kolpinghaus vor großem Publikum über steigende Risiken, praktische Vorsorge und richtiges Verhalten im Ernstfall. Stadtrat Mag. Gottfried Forsthuber verwies dabei auch auf die aus Sicht der Freiheitlichen mangelhafte Krisenvorsorge der Stadt.
Der Infoabend der Freiheitlichen Baden zur Krisenvorsorge am 25. März 2026 im Kolpinghaus war hervorragend besucht. Das große Interesse zeigte, wie sehr das Thema viele Menschen bewegt.
Forsthuber: Baden muss bei der Krisenvorsorge endlich handeln
Zu Beginn gab Stadtrat Mag. Gottfried Forsthuber einen kurzen Einblick in die aus Sicht der Freiheitlichen weiterhin lückenhafte Krisenvorsorge der Stadt Baden. Dabei ging er insbesondere auf die offenen Fragen rund um die angeschafften Notstromaggregate, die von den Freiheitlichen eingebrachten Dringlichkeitsanträge und den Umstand ein, dass ausgerechnet am Tag vor der Veranstaltung bereits der zweite flächendeckende, längere Stromausfall in Baden innerhalb von nur zwei Monaten stattgefunden hat.
Forsthuber machte deutlich, dass gerade diese Häufung zeige, wie dringend konkrete Vorsorge und ehrliche Aufklärung in Baden notwendig seien. „Spätestens nach dem zweiten längeren Stromausfall in so kurzer Zeit muss jedem klar sein, dass Baden bei der Krisenvorsorge entschlossener handeln muss“, betonte er.
Heuritsch: Blackout-Risiko steigt
Im Anschluss sprach Blackout- und Zivilschutzexperte Dietmar Heuritsch über die wachsenden Risiken für großflächige Stromausfälle. Anschaulich erklärte er, warum Energiewende, internationale Konflikte, Kriege und die steigende Komplexität der Versorgungssysteme das Risiko eines Blackouts erhöhen. Besonders eindrucksvoll war dabei der Hinweis, dass das Bundesheer die Gefahr eines Blackouts in den nächsten Jahren als sicher einschätzt.
Heuritsch gelang es, ein ernstes Thema zugleich amüsant, lebensnah und äußerst lehrreich aufzubereiten. „Krisenvorsorge ist keine Panikmache, sondern Hausverstand und Verantwortung“, stellte er klar.
Praktische Tipps für den Ernstfall
Praxisnah zeigte Heuritsch auf, wie Vorsorge in den verschiedensten Lebenslagen aussehen kann – vom Haushalt über Vorräte und Kommunikation bis hin zu Nachbarschaftshilfe, Orientierung und praktischen Verhaltensregeln im Ernstfall. Gerade diese Mischung aus Fachwissen, Alltagstauglichkeit und verständlicher Darstellung machte den Abend für die Besucher besonders wertvoll.
Freiheitliche bleiben am Thema dran
Die große Beteiligung zeigte, dass das Thema viele Menschen bewegt. Die Freiheitlichen Baden werden sich daher auch weiterhin dafür einsetzen, dass Krisenvorsorge in der Stadtpolitik nicht verdrängt, sondern endlich ernsthaft behandelt wird.
Nach Stromausfall - Stadt Baden betont Krisenvorsorge – FPÖ verlangt genaue Prüfung - NÖN.at
