Baden. Angesichts der anhaltenden Kritik an der Ausgestaltung von „Advent im Park“ brachte die FPÖ Baden am Montag, dem 15. Dezember, einen Dringlichkeitsantrag ein, mit dem Ziel, politische und polarisierende Inhalte in der Adventzeit auszuklammern und den Fokus wieder auf Tradition, Besinnlichkeit und Familienfreundlichkeit zu legen. Der abgelehnte Dringlichkeitsantrag hätte die Bürgermeisterin verpflichtet, auf den Veranstalter einzuwirken, da der Adventmarkt im öffentlichen Raum stattfindet und die Stadtgemeinde Baden den Veranstalter mit der Durchführung beauftragt hat.
Der Antrag wurde von der schwarz geführten Ampelkoalition (ÖVP SPÖ BL) und den Grünen abgelehnt. Neben den Stimmen der Freiheitlichen unterstützte ein Mandatar der NEOS den Antrag.
FP-Kultursprecherin GR Mag. Gabriele Gerstner dazu:
„Der Badener Adventmarkt bleibt politisch trotz zahlreicher negativer Rückmeldungen aus der Bevölkerung.“
Bereits im Dezember 2024 sowie im Juni 2025 haben die Freiheitlichen im Gemeinderat auf die zunehmende Politisierung des Adventmarktes hingewiesen.
„Das war den übrigen Fraktionen egal. Die Ausreden passen sich offenbar nur der Jahreszeit an. Im Sommer ist es nicht dringlich, im Winter ist es zu spät. Als klar war, dass sich nichts ändert, mussten wir handeln.“
FPÖ-Stadtrat Mag. Gottfried Forsthuber
Umerziehung statt Weihnachtsstimmung
Konkret richtet sich die Kritik der Freiheitlichen gegen die Informationstafeln entlang der Parkallee, auf denen Comic- und Popkulturfiguren wie Lucky Luke mit Zuschreibungen zu „toxischer Männlichkeit“, andere Figuren mit Gender-, Moral- oder Klima-Skalen versehen werden. Daneben dominieren klimaalarmistische Darstellungen, von „krankmachenden fossilen Energien“ bis hin zu dramatischen Zukunftsszenarien. Viele Besucher empfinden diese Inhalte als belehrend und polarisierend und damit als unpassend für die Advent- und Weihnachtszeit.
„Die VP-Bürgermeisterin inszeniert sich gerne als konservative Stimme. Wenn’s darauf ankommt, lässt sie es aber zu, dass weihnachtliche Traditionen verdrängt werden. Der moralisierende Klima-Lehrpfad im Kurpark ist das Ergebnis schwarzer Politik.“
GR Mag. Gabriele Gerstner
Abschließend hält die FPÖ fest:
„Ziel dieses Antrages war die Klarstellung, dass der Adventmarkt seinem Anlass gerecht wird und als verbindendes, unpolitisches und familienfreundliches Angebot wahrgenommen werden kann.“
Mit der Ablehnung des Antrags steht für die Freiheitlichen fest: Der Badener Advent bleibt „politisch“ gegen den Wunsch vieler Besucherinnen und Besucher.
Die FPÖ Baden tritt weiterhin für einen unpolitischen Adventmarkt mit Tradition, Handwerk und echter Weihnachtsstimmung ein.
