FPÖ fordert Sommer-Baustopp und Entschädigung - FP Wirtschaftssprecher GR René Hansy: „So plant man nicht in einer Tourismusstadt“
Die Baustelle in der Unteren Wassergasse sorgt bei den ansässigen Wirtschaftstreibenden für massiven Ärger. Gerade während der Sommersaison kämpfen die Betriebe mit eingeschränkter Erreichbarkeit, fehlenden Zufahrtsmöglichkeiten für Lieferanten sowie Unterbrechungen und Pausen bei den Bauarbeiten.
GR Rafat Al Mousa, Betreiber der Pizzeria Torino, hat mit mehreren betroffenen Unternehmern gesprochen. Diese berichten von Umsatzeinbußen zwischen 50 und 80 Prozent. Besonders die Gastronomie trifft die Situation in einer Zeit, in der normalerweise ein wichtiger Polster für schwächere Monate erwirtschaftet wird. „Es kommen kaum Gäste“, so Al Mousa.
Für zusätzlichen Unmut sorgen nach Angaben der Unternehmer die mangelnde Information über Bauablauf und Dauer sowie längere Unterbrechungen der Arbeiten. Einige hätten sogar ihren eigenen Urlaub auf den angekündigten Ablauf abgestimmt – letztlich vergeblich.
Auch touristisch erscheint die Situation paradox: Seit der Verlegung der Reisebus-Ankunft zum neuen Parkdeck gelangen Besucher von dort über die Wassergasse in Richtung Innenstadt – und damit unmittelbar durch den Baustellenbereich.
FPÖ fordert Konsequenzen
FPÖ-Wirtschaftssprecher GR René Hansy, dessen Immobilienbüro sich ebenfalls in der Unteren Wassergasse befindet, spricht von einer massiven Fehlplanung: „Im Herbst wurde groß angekündigt, wie schön alles werden soll. Von Baupausen, Lieferproblemen und massiven Umsatzeinbußen war keine Rede.“
Gerade eine Tourismusstadt müsse ihre Hauptsaison bei planbaren Arbeiten berücksichtigen. „In bekannten Tourismusorten und -regionen wird darauf geachtet, größere Baustellen nicht ausgerechnet in die wichtigste Saison zu legen. Warum soll das in Baden anders sein?“, fragt Hansy.
Die Freiheitlichen fordern daher für planbare öffentliche Baustellen im touristischen Zentrumsbereich einen Baustopp von 15. Juni bis Ende August. Dringende und unaufschiebbare Arbeiten sollen davon ausgenommen bleiben. Zusätzlich fordert die FPÖ Entschädigungen für Betriebe, die durch derartige Baustellen außergewöhnlich hohe Einbußen erleiden.
„Entweder fehlt hier die notwendige Wirtschaftskompetenz oder die Interessen unserer Unternehmer spielen bei solchen Entscheidungen schlicht keine Rolle. Beides ist einer Tourismus- und Einkaufsstadt wie Baden unwürdig“, so Hansy.
Untere Wassergasse - FPÖ Baden fordert ein Ende des „Baustellenchaos“ - NÖN.at
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