Kranzniederlegung beim Nicoladoni-Haus am Allerseelentag
„Das Nicoladoni-Haus führt uns vor Augen, dass politische Verfolgung, menschenunwürdige Haft und Todesurteile in Baden Teil der Nachkriegsgeschichte waren. Wir schulden den Opfern ein würdiges Andenken und die klare Haltung, jeder Form totalitärer Herrschaft entschieden entgegenzutreten“, betont FPÖ-Stadtparteiobmann StR Gottfried Forsthuber.
Im Nicoladoni-Haus befand sich von 1945 bis 1955 das zentrale Gefängnis der sowjetischen Besatzungsmacht in Österreich. Die Inhaftierten wurden dort unter menschenunwürdigen Bedingungen verhört und festgehalten. Sowjetische Gerichte verurteilten in Österreich rund 2.000 Zivilpersonen zu teils hohen Haftstrafen oder zum Tod. Als Urteilsgründe wurden insbesondere antisowjetische Spionage und Vergehen gegen die Besatzungsmacht herangezogen. Zahlreiche während des Stalinismus ergangene Urteile wurden nach dem Ende der Sowjetunion von der Russischen Föderation als Unrecht aufgehoben.
Der Gedenkstein vor dem Nicoladoni-Haus wurde auf einstimmigen Beschluss des Badener Gemeinderates mit Unterstützung der Wolfgang Ecker GmbH errichtet. Seine Inschrift lautet: „Zum Gedenken an die Opfer des Stalinismus in Österreich“.
